Gedenken an Heinrich Vogel

Pfarrer Heinrich Vogel (9. April 1902 bis 26. Dezember 1989)  war 1932 aus Oderberg nach Dobbrikow gekommen.

Schon bald nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten grenzte er sich von den systemtreuen „Deutschen Christen“ ab und wurde Mitglied der Bekennenden Kirche. Dafür nahm er sogar Diziplinarverfahren in Kauf. Die Kirchengmeinde Dobbrikow-Nettgendorf wartete die Drangsalierung gar nicht erst ab. Sie hatte schon im August 1934 beschlossen, dass Vogel ihr Pfarrer bleibe, auch bei Strafversetzung und Amtsenthebung.

Der streitbare Theologe wurde 1935 Dozent an der illegalen Hochschule der Bekennenden Kirche in Berlin und hat sie von 1937 bis 1941 geleitet. Mehrfach wurde er inhaftiert. Doch die Kirchgemeinde Dobbrikow-Nettgendorf stand zu ihrem geliebten Pfarrer, der auch schriftstellerisch tätig war und nach Kriegsende in Ost- und West-Berlin lehrte, wofür er in beiden Teilen Deutschlands geehrt wurde.

Auch nachdem Vogel 1946 Dobbrikow verließ, blieb der Kontakt zur Gemeinde bestehen.

Am Dobbrikower Pfarrhaus wurde 2010 eine Gedenktafel für Pfarrer Heinrich Vogel enthüllt.